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Gerdy und Pauline haben einen 2jährigen Sohn. Ein Wunschkind, das zuerst gar nicht

kommen wollte. Gerdy beschreibt die schwierige Zeugung: „Wir haben ein Jahr

probiert, und ich hab schon gedacht, das klappt nicht mehr, aber dann, mit einem

Schnips war er da!“ Kurz darauf heiratet er die Mutter seines Sohnes. Eine

Traumhochzeit. Doch ein Jahr später trennt sich Pauline von Gerdy. „Ich hab mich

entliebt“, erklärt sie. Zuviel sei vorgefallen. Gerdy stürzt tief. Eine Versöhnung der

Eltern, ein Wiederfinden der verlorenen Liebe erscheint unmöglich. Doch Gerdy und

Pauline sind durch das gemeinsame Kind zusammengeschweißt – ob sie wollen oder

nicht.

Auch für Ulrich und Petra hat alles gut angefangen. Petra erinnert sich: „Eine unserer

schönsten Vorstellungen war immer, daß wir im Alter auf der Bank sitzen und unsere

Enkelkinder zu Füßen sehen und sagen: Ach, haben wir das nicht gut gemacht.“ Die

Erosionsprozesse beginnen, als Ulrich wegen seiner Arbeit in eine andere Stadt zieht.

Aus der intensiven Paarbeziehung wird eine Fernbeziehung, am Ende steht die

Scheidung. Ulrich heiratet wieder, während Petra alleine bleibt. Heute sind die Kinder

erwachsen und aus dem Haus. Doch als Petra schildert, wie sie vor fast 15 Jahren

ihren Kindern sagen mußte, daß Papa und Mama sich trennen, bricht sie in Tränen aus.

Tilmann und Marlen stecken noch mittendrin. Sie haben eine 3jährige Tochter namens

Lea. Zwischen Leas Eltern kriselt es gewaltig. Tilmann fühlt sich als Mann nicht ernst

genommen. Ein halbes Jahr später trennt er sich von Marlen, da ist die gerade wieder

schwanger geworden. Doch Tilmann beharrt trotz Schwangerschaft auf der Trennung.

Marlen bringt ihren Sohn Manin zur Welt und richtet sich in ihrem Leben als

alleinerziehende Mutter ein. Aber sie liebt Tilmann noch immer. Tief im Herzen hofft

sie, dass die Familie wieder zusammenfindet.

Ein weiteres Elternpaar berichtet über die Langzeitfolgen einer Trennung mit Kindern:

Jahrelang schämt sich Peter für das Auseinanderbrechen seiner Familie und hält nach

außen hin den Schein der heilen Familie aufrecht. Und Bettina empfindet noch 20

Jahre danach große Schuldgefühle. Woran sind sie gescheitert? Lag es an den

„geklauten Rollen“, wie Peter es nennt? Da Peter unfähig ist, Grenzen zu setzen und

sich wie ein Geschwisterkind seiner eigenen Kinder fühlt, muß Bettina notgedrungen

die Vaterrolle übernehmen. Schließlich verliebt sie sich in einen älteren Mann, dessen

wertkonservative Ansichten sie an ihren eigenen Vater erinnern. Für diesen Mann

verläßt sie Peter. Der grämt sich noch heute, im entscheidenden Moment nicht um

Bettina gekämpft zu haben. Manche Wunden heilt nicht einmal die Zeit.

Doch es geht auch anders: Tilmann und Marlen bekommen eine neue Chance. Nach

zwei Jahren Trennung finden sie wieder zueinander. Und Pauline ist komischerweise

ziemlich eifersüchtig auf Gerdys neue Freundin.  Erklär mir Liebe.

 

ERKLÄR MIR LIEBE

ein Dokumentarfilm von Florian Aigner

(Deutschland 2010, 70 Min.)

mit

Tilmann Friedrich und Marlen Massalski

und Lea und Manin

Gerdy Zint und Pauline Zint

und Beren

Ulrich Bachmann und Petra Bruns-Bachmann

Bettina Crayen und Jens-Peter Rothlaender

Regie Buch Schnitt

Florian Aigner

Kamera

Henning Brümmer (bvk)

Mischung und Sounddesign

Juri von Krause

Originalton

Juri von Krause

Marc Witte

Musik

Moritz Gagern

dramaturgische Beratung

Andres Veiel

Plakat und Titeldesign

Florian Gwinner

zusätzliche Kamera

Isabelle Casez

Kalle Klein

zusätzlicher Ton

Peter Büermann

Produzenten

Henning Brümmer

Rudolph Herzog

Florian Aigner

Eine Produktion der Brümmer&Herzog Filmproduktion

in Koproduktion mit Florian Aigner

gefördert durch

die Filmwerkstatt Kiel der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH,

die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

und das Filmbüro Bremen

© WDR, Brümmer&Herzog Filmproduktion/ Florian Aigner 2010